Der Aiper Scuba S1 ist ein günstiger, kabelloser Poolroboter für kleine Becken. Er reinigt Boden und Wände und bietet vier Modi. Zwei Videotests kommen zu unterschiedlichen Urteilen. Hier steht, wo er punktet und wo er schwächelt.
Das Wichtigste in Kürze
- Kabellos, leicht und per Tasten am Gerät steuerbar, keine App nötig
- Vier Modi: Auto, Eco, Boden und Wand, Eco reinigt alle 48 Stunden 45 Minuten
- Navigation arbeitet nach Muster, ein Video sieht systematische S-Bahnen, ein anderes ein unstrukturiertes Vorgehen
- Auf einfachen Rechteckbecken gute Abdeckung, in Freiformbecken bleiben Lücken
- Herstellerlaufzeit 150 Minuten, real eher 60 bis 70 Minuten, Laden 3 bis 4 Stunden
- Gröberer Schmutz wird aufgenommen, feiner Sand und Schluff rutschen teils durch den Filter
- Günstig, aber kürzere Garantie als bei Premiummodellen
Technische Daten
Lieferumfang und Aufbau
Zum Gerät gehören der integrierte Filterkorb und ein Haken zum Herausheben. Ein langes Aufbauen entfällt: Roboter ins Wasser setzen und über die Tasten einen Modus wählen. Vor dem Laden musst du die Ladebuchse vollständig trocknen.
Einrichtung und Bedienung
Es gibt vier Modi über Bedientasten am Gerät: Auto, Eco, Floor und Wall. Im Auto-Modus reinigt er die Wände, bis der Akkustand auf 50 % sinkt, und wechselt dann zum Boden. Eine App ist nicht nötig.
Navigation und Hinderniserkennung
Die Navigation (WavePath 2.0) fährt auf Standard-Rechteckbecken sauber S-Bahnen. In einem anderen Video blieb sie unpräzise und ließ Bereiche aus. Bei Freiformen, Sitzbänken oder geschwungenen Stufen bleiben kleine Stellen in Ecken liegen, die du von Hand nachsaugen musst.
Reinigungsleistung
Ein Test sah ein gutes Ergebnis: Blätter, Zweige und feinen Schmutz nahm er am Boden und an den unteren Wänden auf, ohne zu verstopfen. Ein anderer Test beurteilte die Saugleistung im Vergleich zu kabelgebundenen Geräten als schwach, mit Nachlassen im Zyklus, und für gründliche Tiefenreinigung als zu gering. Feine Partikel wie Sand oder Schluff rutschen durch den Mesh-Filter und trüben das Wasser.
Akku, Laden und Gewicht
Der Hersteller nennt bis zu 150 Minuten, im Alltag sind es oft nur 60 bis 70 Minuten. Das reicht für einen Zyklus in einem mittelgroßen Pool, für große Becken brauchst du mehrere Ladungen am Tag. Vor jedem Einsatz solltest du voll laden. Dafür ist er leicht und lässt sich auch voller Wasser gut aus dem Becken heben, obwohl der Haken ohne Haltegriff etwas umständlich ist.
Wartung und Folgekosten
Der Mesh-Filterkorb lässt sich von oben entnehmen und ausspülen. Die Garantie fällt kürzer aus als bei Premium-Modellen, was in einem Test als Nachteil genannt wird.
Vorteile und Nachteile im Überblick
- ✓Kabellos und kein Hantieren mit Leitungen
- ✓Leicht, auch mit Wasser gut zu bergen
- ✓Vier Modi, Eco-Modus für regelmäßige Pflege
- ✓Bedienung ohne App
- ✓Grober Schmutz und Laub werden aufgenommen
- ✓Filter von oben zugänglich
- ✓Günstig
- ✗Real nur 60 bis 70 Minuten Laufzeit
- ✗Lücken bei Freiformbecken
- ✗Feiner Sand und Schluff rutschen durch den Filter
- ✗Saugleistung schwach, lässt im Zyklus nach
- ✗Kürzere Garantie
- ✗Bergen mit Haken umständlich
- –Keine Oberflächenreinigung
- –Ladebuchse vor dem Laden trocknen
- –Laden dauert 3 bis 4 Stunden
- –Für kleine Becken ausgelegt
Ein Sterne-Ranking gibt es hier nicht: Die beiden Videos widersprechen sich bei Saugleistung und Navigation, eine belastbare Gesamtwertung wäre geraten.
Für wen lohnt sich das Gerät?
Der S1 passt zu kleinen Becken oder Aufstellpools mit wenig Schmutz und einfacher Form. Wer ein großes Becken, viel Laub oder eine Freiform hat, sollte zu einem Modell mit Kartierung und größerem Akku greifen.
Günstiger Einstieg für kleine, einfache Becken mit klaren Grenzen.
Fazit
Der Aiper Scuba S1 ist leicht, kabellos und einfach. Laufzeit, Navigation und Saugleistung setzen ihm Grenzen. Für kleine Becken mit wenig Schmutz reicht er oft aus, für anspruchsvolle Pools nicht.

