Der Aiper Scuba X1 Pro Max ist ein kabelloser Poolroboter, der Boden, Wände, Wasserlinie und Wasseroberfläche reinigt. Er arbeitet mit Ultraschall-Kartierung und einem Induktions-Dock. Hier steht, wie er sich beim Aufbau, bei Navigation, Reinigung und Handling schlägt.
Das Wichtigste in Kürze
- Vier Bereiche in einem Gerät: Boden, Wände, Wasserlinie (WaveLine) und Oberfläche
- 40 Ultraschallsensoren kartieren das Becken, Bahnen in S- und N-Mustern
- Läuft bis zu 5 Stunden am Boden und 10 Stunden im Oberflächenmodus, Laden induktiv in etwa 4 Stunden
- Gewicht rund 15 kg, mit Wasser deutlich schwerer beim Herausheben
- Filterkorb von oben entnehmbar und mit dem Schlauch auszuspülen, der Clip der Filtereinsätze ist schwergängig
- Auf sehr schmalen Absätzen kann er abstürzen, an Oberflächen-Rändern nimmt er Treibgut nur mäßig auf
- Premium-Preis (US-Shop 2.299,99 $ statt 2.499,99 $), 3 Jahre Garantie
Technische Daten
Lieferumfang und Aufbau
Im Karton liegen Roboter, kabellose Ladestation, Filterkorb (180 Mikron) und austauschbare Ultra-Fine-Filtereinsätze. Optional gibt es die Boje HydroComm Pro, die separat verkauft wird und die Verbindung zum getauchten Roboter hält. Der Roboter braucht vor dem Start nur etwa fünf Sekunden Kalibrierung.
Einrichtung und App
Die Kopplung läuft per WLAN und App. Die App bietet die Modi Hero, Floor, Wall, Waterline, Surface und MultiZone für geneigte Becken, drei Intensitätsstufen (Eco, Auto, Max) und einstellbare Laufzeiten, beim Skimmen von wenigen Minuten bis zu 9 Stunden. Die optionale HydroComm-Pro-Boje wird über die App per Gerätesuche gekoppelt.
Navigation und Hinderniserkennung
Beim ersten Einsatz kartiert der Roboter das Becken mit 40 Ultraschallsensoren (OmniSense+ 2.0) in 360°. Danach plant FlexiPath 2.0 die Bahnen: S-förmig am Boden, N- oder Y-förmig an den Wänden. Der Roboter erkennt Treppen und Leitern und reinigt gezielt um sie herum. Über Hauptabläufe am Boden fährt er ohne Hängenbleiben. Flache Absätze wie Sonnenterrassen erklimmt er.
Die Absturzerkennung funktioniert auf breiten Plattformen gut. Auf sehr schmalen Kanten ist er nach längerer Fahrt trotzdem schon heruntergefallen.
Reinigungsleistung: Boden, Wände, Wasserlinie
Auf dem Boden nimmt er Blätter und Schmutz auf, bei starker Verschmutzung braucht er mehrere Überfahrten. Die Wände erklimmt er zuverlässig und schrubbt mehrere Meter an der Wasserlinie entlang, im Modus WaveLine bis zu 30 Sekunden am Stück. In einem Praxisvergleich mit Laub, Schmutz und Rindenmulch nahm er das Material vollständig auf.
Oberflächenreinigung
Im Skim-Modus schwimmt er auf, bläst Wasser über seitliche Düsen und fährt erst den Rand, dann die Mitte ab. Er hat keine seitlichen Führungsbürsten, deshalb nimmt er Treibgut direkt am Beckenrand nur mäßig auf.
Akku, Laden und Gewicht
Der 10.400-mAh-Akku hält bis zu 5 Stunden im Eco-Bodenmodus und bis zu 10 Stunden beim reinen Skimmen. Geladen wird induktiv auf dem Dock ohne offene Kontakte, das dauert etwa 4 Stunden. Mit etwa 15 kg trocken ist er schwer, mit Wasser noch deutlich mehr. Einen mechanischen Rückschlag gibt es nicht. Der Roboter erhöht beim Stoppen die Saugleistung, damit kein Schmutz entweicht. Hebst du ihn von Hand im Wasser an, kann Schmutz austreten.
Wartung und Folgekosten
Auf Knopfdruck öffnet sich die obere Klappe. Der Filterkorb kommt am Griff nach oben heraus und wird mit dem Gartenschlauch gespült. Beim Wechsel der Ultra-Fine-Einsätze ist der Klickmechanismus sehr schwergängig, im Video brach dabei ein Clip ab. Ersatzfilter kosten extra, ein Filterkorb liegt je nach Modell bei rund 35 $.
Vorteile und Nachteile im Überblick
- ✓Reinigt Boden, Wände, Wasserlinie und Oberfläche
- ✓Starke Saugleistung mit 9 Motoren
- ✓40 Sensoren mit präziser Kartierung
- ✓Erkennt Treppen und Leitern und reinigt darum herum
- ✓Läuft bis zu 5 Stunden am Boden
- ✓Kabelloses Induktionsladen
- ✓Filterkorb von oben leicht entnehmbar
- ✓Für Pools bis ca. 297 m²
- ✗Premium-Preis
- ✗Rund 15 kg, mit Wasser noch schwerer
- ✗Filterclips schwergängig und bruchanfällig
- ✗Mäßige Aufnahme am Beckenrand beim Skimmen
- ✗Absturz auf sehr schmalen Kanten möglich
- ✗Kein mechanischer Rückschlag, Schmutz kann beim Anheben austreten
- –HydroComm-Boje separat erhältlich
- –Modi wie MultiZone für geneigte Becken
- –Laden dauert etwa 4 Stunden
- –Ersatzfilter kosten extra
Für wen lohnt sich das Gerät?
Der X1 Pro Max passt zu mittleren und großen Pools mit Laub und feinem Schmutz, wenn dir komfortables Laden und Oberflächenreinigung viel wert sind. Wer ein leichtes Gerät oder ein kleines Budget hat, schaut besser zu einfacheren Modellen.
Gründlicher 4-in-1-Roboter mit Premium-Preis und Handling-Schwächen.
Fazit
Der Aiper Scuba X1 Pro Max reinigt umfassend, läuft lange und lädt bequem. Gewicht, schwergängige Filterclips und der hohe Preis sind die Kompromisse. Für große Pools mit viel Schmutz ist er eine starke Wahl.


