Der Mova Rover X10 ist ein Akku-Poolroboter mit Laser-Navigation, schwimmender Sonar-Boje und Doppelfilter. Er arbeitet in sieben Zonen und plant seine Bahnen nach einer Kartierungsphase. Hier steht, was in der Praxis dran ist.
Das Wichtigste in Kürze
- Laser-Kartierung (AquaScan) und KI-Routenplanung, nach rund 45 Minuten Kartierung fährt er parallele Bahnen
- Reinigt Boden, Wände, Wasserlinie, Ecken, Stufen und die Oberfläche
- 15.000-mAh-Akku mit bis zu 6 Stunden Laufzeit, kabelloses Laden
- Boje AquaSonar im Lieferumfang hält die Verbindung unter Wasser
- 5-Liter-Schmutzkorb und zweilagiger Ultrafein-Filter, einfach von oben zu entnehmen
- Oberflächenreinigung schwächer als die Boden- und Wandleistung
- Schwer (rund 16 kg), UVP 2.499 €
Technische Daten
Lieferumfang und Aufbau
Im Karton liegen der Roboter, ein faltbares Ladedock, zwei Filterkörbe (einer mit Schaumstoffbespannung, ein feinerer weißer), die schwimmende AquaSonar-Boje, zwei getrennte Netzteile (Dock und Boje), ein Bergungshaken und eine Kurzanleitung. Das Ladedock steckst du ohne Werkzeug aus wenigen Teilen zusammen.
Einrichtung und App
Du lädst die Mova-App, scannst den QR-Code unter dem Deckel des Roboters und verbindest ihn über 2,4-GHz-WLAN und Bluetooth. Danach folgt ein Firmware-Update, in einem Video dauerte es wenige Minuten. Die Boje wird getrennt eingeschaltet, gekoppelt und aktualisiert. Probleme traten nicht auf.
Die App zeigt Karte, Ladezustand und Wassertemperatur. Du kannst Reinigungsmuster wählen (S, N, Stern, Kreuz), Punkte reinigen, den Roboter per virtuellem Steuerkreuz fernsteuern und einen Parkplatz zum Herausholen festlegen. Ohne App lassen sich Basismodi über Tasten am Roboter starten. Einzelne Rückmeldungen sehen die App noch nicht als ausgereift.
Navigation und Hinderniserkennung
Nach dem Einsetzen schwimmt der Roboter etwa drei Minuten an der Oberfläche und kartiert mit dem rotierenden Laser Poolform, Wände und Tiefe. In den ersten rund 45 Minuten wirkt die Fahrt unkoordiniert, danach plant PoolNavi parallele Bahnen wie ein Rasenmäher. Er befährt Stufen, ohne hängen zu bleiben, und dreht an Treppen um. Hindernisse im Wasser umfährt er. Treppen sind kein Einsatzgebiet.
Reinigungsleistung: Boden, Wände, Wasserlinie
Mit 15 Motoren und bis zu 10.000 Gallonen pro Stunde Wasserumwälzung reinigt er gründlich. Sand, Kieselgur, Schmutz, Kiefernnadeln und Hundehaare nimmt er zuverlässig auf. An der Wasserlinie arbeiten rotierende Walzen, in den Ecken helfen Kantenbürsten (EdgeDrive).
Oberflächenreinigung
Der X10 schwimmt auf und sammelt Treibgut ein, saugt dort aber spürbar schwächer als am Boden. Blüten und leichter Schmutz werden teils erst nach mehreren Überfahrten aufgenommen.
Akku, Laden und Gewicht
Der 15.000-mAh-Akku reicht für bis zu 6 Stunden, laut Hersteller für Becken bis rund 500 m² pro Zyklus. Geladen wird kabellos, der Roboter steht dafür nur auf dem Dock. Mit etwa 16 kg ist er schwer. Die automatische Rückholfunktion hilft, ihn am Beckenrand abzuholen.
Wartung und Folgekosten
Der 5-Liter-Schmutzkorb mit Tragegriff sitzt unter der oberen Klappe und lässt sich leicht entnehmen, entleeren und ausspülen. Die zweilagigen Ultrafein-Elemente kannst du bei Bedarf tauschen. Die Abdichtung des Filtergehäuses wird in Tests als verbesserungsfähig genannt.
Vorteile und Nachteile im Überblick
- ✓Gründliche Reinigung von Boden, Wänden und Wasserlinie
- ✓Laser-Kartierung mit systematischen Bahnen
- ✓Lange Laufzeit bis 6 Stunden
- ✓Kabelloses Laden
- ✓Boje hält die Verbindung unter Wasser
- ✓Großer 5-Liter-Korb, einfach zu entnehmen
- ✓Kantenbürsten für Ecken
- ✓Bedienung auch ohne App möglich
- ✗Rund 16 kg schwer
- ✗Oberflächenreinigung schwächer
- ✗Lange Kartierung am Anfang
- ✗Hoher Preis (UVP 2.499 €)
- ✗App noch nicht ausgereift
- ✗Treppen bleiben außerhalb der Reichweite
- –Boje braucht eigenes Netzteil
- –Zwei Filterkörbe im Lieferumfang
- –Firmware-Update bei der Einrichtung
- –Straßenpreis meist unter UVP
Für wen lohnt sich das Gerät?
Der Rover X10 passt zu großen Pools mit viel Schmutz, wenn du Wert auf Navigation und lange Laufzeit legst. Wer ein leichtes Gerät oder ein knappes Budget hat, ist mit einem kleineren Modell besser bedient.
Sehr gründlicher Laser-Roboter, der schwer und teuer ist.
Fazit
Der Mova Rover X10 überzeugt mit Navigation, Laufzeit und Reinigung. Gewicht, Preis und die noch unfertige App bremsen etwas. Für große Pools und hohe Ansprüche ist er eine Top-Wahl.


