Der Beatbot AquaSense 2 Ultra ist ein kabelloser Poolroboter mit Kamera- und Ultraschall-Navigation, Doppelfilter und integriertem Klärmittel-Spender. In Videos und Tests fallen die Urteile zur Saugleistung unterschiedlich aus. Hier steht, was für und was gegen ihn spricht.
Das Wichtigste in Kürze
- Kamera, Infrarot und Ultraschall (HybridSense) kartieren das Becken, Fahrt in S- und N-Bahnen
- Reinigt Boden, Wände, Wasserlinie und Oberfläche, dazu ein Klärmittel-Spender
- Parkt am Ende selbstständig an der Oberfläche, Smart-Drain-Ventil lässt Wasser beim Herausheben ab
- Sehr leise, unter Wasser nur ein tiefes Summen
- Keine App-Verbindung unter Wasser, Einstellungen vor dem Tauchen wählen
- Saugleistung wird unterschiedlich bewertet, enge Ecken und Stufen bleiben teils schmutzig
- Hohes Gewicht und hoher Preis (ca. 3.000 $)
Technische Daten
Lieferumfang und Aufbau
Zum Lieferumfang gehören Roboter, kompakte Ladestation, zwei Filterkörbe, eine Klärmittel-Kartusche, Rückholhaken, Schutzhülle und Zusatzbürsten. Die Ladestation steckst du in kurzer Zeit zusammen. Beim Aufziehen der Gummibänder auf die Räder der Seitenbürsten brauchst du etwas Geduld, sie sitzen sehr stramm.
Einrichtung und App
Die Kopplung per Bluetooth und WLAN funktioniert schnell, Sprachansagen melden Status wie Verbunden, Laden oder Fertig. In der App wählst du Modi wie Floor only, Floor & Walls oder Pro Clean. Unter Wasser bricht die Verbindung zur App ab, Einstellungen müssen deshalb vor dem Eintauchen erfolgen. Sperrzonen lassen sich in der App nicht festlegen.
Navigation und Hinderniserkennung
Der Roboter fährt nach einer Orientierungsrunde methodische S- und N-Bahnen. Er erkennt flache Zonen wie Sonnenbänke und bleibt dort nicht stecken. Nach dem Hauptdurchgang sucht er Stellen, die er übersehen hat, und fährt sie gezielt an. An runden Übergängen im tiefen Bereich zeigte er anfangs ein zögerliches Vor und Zurück („Edge Dance“), ein Update verbesserte das. Ein weiterer Tester beschreibt dagegen Schmutz in engen Ecken, auf Stufen und an abgerundeten Kanten.
Reinigungsleistung: Boden, Wände, Wasserlinie
Die Urteile gehen auseinander. In einem Video verschwanden Sand auf den Stufen sowie Laub und Eicheln im ersten Durchgang, die Walzen schrubbten die Wasserlinie gründlich. Ein anderer Test fand die Saugleistung überraschend schwach und sah sie im Zyklus nachlassen. Zur Einordnung: Bei Akku-Robotern ist weniger Saugkraft als bei kabelgebundenen Modellen üblich.
Oberflächenreinigung und Klärmittel
Beim Skimmen schiebt die Bugwelle leichtes Laub teilweise am Einlass vorbei, nach starkem Laubfall musste in Ecken nachgearbeitet werden. Der Klärmittel-Spender bindet feine Schwebstoffe, etwa nach Sonnencreme. Das Wasser war am nächsten Morgen sichtbar klarer. Die Kartuschen sind herstellerspezifisch und kosten extra.
Akku, Laden und Gewicht
Der Akku reicht im Standardmodus für die komplette Reinigung von Boden, Wänden und Wasserlinie ohne Unterbrechung, im reinen Oberflächenmodus laufen es mehrere Stunden. Das Laden von fast leer auf voll dauert einige Stunden. Der Roboter ist schwer, vor allem nass. Das Smart-Drain-Ventil lässt beim Herausheben schnell Wasser ab, und er parkt auf Wunsch selbstständig an der Oberfläche.
Wartung und Folgekosten
Beide Filterkörbe erreichst du von oben über eine Klappe, ohne den Roboter zu drehen. Nach jedem Lauf meldet die App, dass der Filter zu leeren ist. Folgekosten entstehen durch Klärmittel-Kartuschen und Filter.
Vorteile und Nachteile im Überblick
- ✓Kabellos, kein Kabelsalat
- ✓Strukturierte Bahnen und Nachreinigung
- ✓Parkt selbstständig an der Oberfläche
- ✓Smart-Drain-Ventil erleichtert das Herausheben
- ✓Doppelfilter von oben zugänglich
- ✓Sehr leise
- ✓Oberflächenreinigung und Klärmittel-Spender
- ✓3 Jahre Garantie
- ✗Hohes Gewicht, nass schwer zu tragen
- ✗Keine App-Verbindung unter Wasser
- ✗Saugleistung wird teils als schwach bewertet
- ✗Enge Ecken und Stufen bleiben teils schmutzig
- ✗Skimmen schiebt leichtes Laub weg
- ✗Klärmittel-Kartuschen nur vom Hersteller
- –Keine Sperrzonen in der App
- –Gummibänder der Seitenbürsten fummelig
- –Ladezeit von mehreren Stunden
- –Premiumpreis um 3.000 $
Für wen lohnt sich das Gerät?
Der AquaSense 2 Ultra passt zu großen Pools mit moderater Verschmutzung, wenn dir Komfort, Ruhe und Wasserklärung viel wert sind. Wer vor allem kräftiges Saugen und saubere Ecken sucht, wählt besser ein Laser-Modell.
Komfortabel und leise, aber teuer und bei der Saugleistung umstritten.
Fazit
Der Beatbot AquaSense 2 Ultra bietet viel Komfort mit Parken, Ventil und Klärmittel. Gewicht, Preis und schwankende Saugleistung relativieren das. Er ist ein Gerät für Besitzer, die den Preis nicht scheuen.


