Der Dreame A2 navigiert per 3D-LiDAR und KI-Kamera und braucht weder Draht noch RTK-Antenne. Er ist für große und verwinkelte Gärten gedacht. Hier steht, wie sich Einrichtung, Mähleistung und Kanten in der Praxis zeigen und wofür er sich lohnt.
Das Wichtigste in Kürze
- LiDAR plus KI-Kamera (OmniSense 2.0), keine Antenne nötig
- Varianten für 1.200 bis 3.000 m², Steigung bis 50 % (26,5°)
- Hardware in etwa 15 Minuten aufgebaut, die Kartierung kostet deutlich mehr Zeit
- Die automatische Kartierung klappt nur bei klaren Grenzen, auf unstrukturierten Grundstücken gab es Fehlermeldungen
- Die Hinderniserkennung ist gegenüber dem A1 deutlich besser
- EdgeMaster verschiebt das Mähwerk seitlich und lässt den Abstand zur Kante unter 5 cm sinken
- Schmale Schnittbreite (22 cm), im Standardmodus bis zu 14 Stunden für 1.800 m²
- Listenpreis ursprünglich 2.500 bis 2.800 €, inzwischen ab etwa 1.050 €
Technische Daten
Lieferumfang und Aufbau
Die Hardware ist schnell aufgebaut. Der Mäher misst 666 × 444 × 273 mm und wiegt 16,3 kg, die Station 778 × 490 × 309 mm bei 3,3 kg. Am Heck gibt es jetzt einen Tragegriff, der dem A1 fehlte. Der aufwendigste Teil ist der richtige Platz für die Station und die Verkabelung. Nach etwa 15 Minuten ist der Mäher einsatzbereit und lädt. Eine RTK-Antenne ist nicht nötig.
Einrichtung und Kartierung
Die App koppelt per Bluetooth und verlangt ein 2,4-GHz-WLAN. Dann kartierst du die Fläche mit dem App-Joystick. Zusätzlich gibt es eine KI-gestützte Kartierung. Sie klappt bei klar abgegrenzten Flächen mit Pflaster oder Asphalt gut. Auf einem unstrukturierten Grundstück scheiterte sie in einem Praxistest mehrfach mit Fehlermeldung, bis die Karte stand.
Sperrzonen anzulegen kann zäh sein, bei einem fast 2.000 m² großen Grundstück dauerte die gesamte Konfiguration mehrere Stunden. Plane die Einrichtung deshalb nicht als Zwischenaufgabe.
Navigation und Fahrverhalten
Der A2 kartiert in 3D, arbeitet unabhängig vom Satellitenempfang und unterstützt mehrere Karten. Du kannst zwischen den Modi Alle Bereiche, Bereich, Kante, Punkt und Manuell wählen, die Schnittrichtung frei festlegen und zwischen Gittermuster und Kreuz-und-quer mit 45° Winkelwechsel wählen. Der Antrieb nutzt zwei Räder und einen Nabenmotor, auf nassem Untergrund drehen die Räder teils durch.
Mähergebnis und Kanten
Nach abgeschlossener Kartierung mäht der A2 präzise. Die Schnittbreite von 22 cm ist nur Durchschnitt. Im Standardmodus schafft er etwa 1.000 m² in 24 Stunden, im effizienten Modus etwa 2.000 m². In einem Test dauerte er für 1.800 m² im Standardmodus rund 14 Stunden.
Neu ist EdgeMaster: Das mittig sitzende Mähwerk lässt sich vollautomatisch seitlich verschieben. Der Hersteller nennt einen Abstand zwischen Schneidkopf und Kante von unter 5 cm. Perfekt ist das Ergebnis nicht, aber deutlich besser, wenn kein ebener Übergang vorhanden ist.
Hinderniserkennung und Sicherheit
Die KI-Kamera verbessert die Erkennung spürbar. Schläuche, Rohre und Harken meistert er im Test ohne Probleme, während der A1 Spielzeug und Gartengeräte noch überfuhr. Ein Regensensor ist an Bord. Nachts fährt er langsamer und schaltet ein Licht ein, aus Rücksicht auf Igel solltest du dennoch tagsüber mähen. Der Diebstahlschutz umfasst PIN-Code, Hebesensor und Alarm beim Verlassen des Gebiets, dazu gibt es die Funktion „Meinen Roboter finden“.
Lautstärke, App und Wartung
Mit 55 dB ist er leise, die Schutzart ist IPX6. Die Dreame-App steuert Saugroboter und Mäher gleichzeitig. Das Design sieht edel aus, gilt aber als empfindlich. Zur Wartung gehören Reinigung und Messerwechsel.
Vorteile und Nachteile im Überblick
- ✓3D-LiDAR unabhängig vom Satellitenempfang
- ✓KI-Kamera mit deutlich besserer Hinderniserkennung
- ✓EdgeMaster verbessert den Randschnitt
- ✓Viele Modi, freie Schnittrichtung und Schnitthöhe per App
- ✓Diebstahlschutz mit PIN, Hebesensor und Alarm
- ✓Bis 50 % Steigung
- ✓Leise (55 dB) mit Tragegriff
- ✓Keine Antenne, Hardware schnell aufgebaut
- ✗Kartierung und Zonenanlage zeitaufwendig
- ✗KI-Kartierung nur bei klaren Grenzen zuverlässig
- ✗Schmale Schnittbreite, lange Mähzeiten
- ✗Räder drehen auf nassem Boden durch
- ✗Design empfindlich
- ✗Hoher Listenpreis, erst seit Preissenkung attraktiv
- –Mehrere Größenvarianten von 1.200 bis 3.000 m²
- –Benötigt 2,4-GHz-WLAN
- –Läuft in derselben App wie Dreame-Saugroboter
- –Nachtbetrieb mit Licht möglich
Für wen lohnt sich das Gerät?
Der A2 passt zu großen, verwinkelten Gärten mit Bäumen und Hauswänden, in denen RTK Probleme macht. Wer eine schnelle Einrichtung sucht oder einen kleinen, einfachen Garten hat, ist mit einem günstigeren Modell besser bedient.
Starker LiDAR-Mäher für schwierige Gärten, aber mit aufwendiger Kartierung.
Fazit
Der Dreame A2 zeigt, was LiDAR im Garten kann: Er navigiert unabhängig vom Himmel, erkennt Hindernisse gut und verbessert den Randschnitt. Kartierung und Sperrzonen kosten Zeit und Nerven, und die schmale Schnittbreite verlängert die Laufzeit. Zum aktuellen Preis ist er eine Empfehlung für komplizierte Grundstücke.


