Der Segway Navimow i105E ist ein kompakter Mähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten bis etwa 500 m². Er kombiniert Satellitennavigation mit einer kleinen Antenne und eine Kamera zur Hinderniserkennung. Hier steht, wie er sich bei Einrichtung, Navigation, Kanten und im Alltag schlägt.
Das Wichtigste in Kürze
- Für Gärten bis 500 m², Steigungen bis 30 % und Mähzeiten von etwa 60 Minuten pro Akkuladung
- Navigation per GNSS-Antenne und Kamera (EFLS 2.0), die Antenne steht im Garten und hängt per Kabel an der Station
- Einrichtung dauert rund 30 Minuten: einmal per App-Joystick die Grenze abfahren
- Schnittbreite 18 cm, Schnitthöhe 20 bis 60 mm per Drehrad
- An ebenen Rändern mäht er bis auf die Kante, an erhöhten Beeten bleibt ein Streifen
- Leise (58 dB(A)), IP66 und mit Alexa und Google Home nutzbar
- Preis ab etwa 650 €, Garage und 4G-Modul kosten extra
Technische Daten
Lieferumfang und Aufbau
Im Karton liegen der Mähroboter, die Ladestation, Ersatzmesser, eine Anleitung und eine GNSS-Antenne mit zweiteiliger Stange und Erdspieß. Dazu kommen Verlängerungskabel für Strom und Antenne. An der Station schließt du nur zwei Kabel an: eines für den Strom, eines für die Antenne. Die Antenne bekommt ihren Strom über das Kabel, es sind also keine Batterien nötig.
Der i105E wiegt 10,9 kg und lässt sich damit gut in einen anderen Gartenbereich tragen. Eine Garage ist nicht enthalten. Wenn du eine selbst baust, nimm ein metallfreies Material, damit das GNSS-Signal nicht gestört wird.
Einrichtung und Kartierung
Nach dem Aufstellen der Station und der Antenne koppelst du den Roboter per App über Bluetooth und WLAN. Dann steuerst du ihn einmal wie ein ferngesteuertes Auto an der Rasenkante entlang. Falsche Strecken lassen sich mit einem Radierer in der App löschen. Zusätzlich gibt es eine KI-gestützte Kartierungshilfe. Der ganze Vorgang dauert etwa 30 Minuten.
Für Gärten ohne volles WLAN und für den Diebstahlschutz gibt es das optionale Modul Navimow Access+ mit 4G und Geofencing. Es kostet laut Test etwa 99 € UVP, das erste Jahr 4G ist enthalten.
Navigation und Fahrverhalten
Der Roboter fährt systematisch und hält die gespeicherten virtuellen Grenzen sehr genau ein. Die Antenne liefert die Satellitenposition, die Kamera mit 140° Blickfeld stützt die Orientierung. Offen blieb im Praxistest, wie sich das Gerät auf größeren Flächen mit mehr Abstand zur Antenne verhält.
Für Durchgänge, Tore und Zäune gibt der Hersteller mindestens 100 cm Breite und 40 cm Höhe an. Hindernisse kehrt der Roboter um und fährt die Stelle später erneut an, falls das Hindernis weg ist.
Mähergebnis und Kanten
Die Schnittbreite beträgt 18 cm, die Schnitthöhe stellst du manuell per Drehrad zwischen 20 und 60 mm ein. Mit der befahrbaren Begrenzung („Ride-on“) fährt der Roboter direkt über die Grenze, wenn Rasen und Weg auf einer Höhe liegen (Höhenunterschied unter 1 cm). Dann bleibt keine Restkante. Gegenstände sollten dabei mindestens 20 cm Abstand halten.
An erhöhten Beetkanten und Hindernissen sieht es anders aus: Das Mähwerk sitzt mittig, und bis zum Gehäuserand sind es etwa 10 cm plus Abstand beim Vorbeifahren. Dort bleibt ein Streifen, den du mit breiten Kantensteinen vermeidest oder von Hand nachschneidest.
Hinderniserkennung und Sicherheit
Die Kamera erkennt laut Hersteller über 20 Hindernisarten. Im Praxistest wurden Harke, Blumentopf und eine realistische Igelfigur sicher erkannt. Ein Plüschigel dagegen wurde kurz beäugt und dann überfahren. Räum Kleinteile und weiche Gegenstände deshalb vor dem Mähen weg.
Aus Tierschutzgründen solltest du den Zeitplan auf den Tag legen.
Lautstärke, App und Wartung
Mit 58 dB(A) arbeitet er leise. Die App zeigt Position und bearbeitete Flächen, bearbeitet die Karte, plant Zeiten und erlaubt Fernsteuerung. Der Diebstahlschutz mit Ortung funktioniert nur mit dem 4G-Modul. Die Schutzart IP66 erlaubt das Abspülen mit dem Schlauch, Alexa und Google Home sind eingebunden. Zur Pflege gehören Reinigung und gelegentlicher Messerwechsel.
Vorteile und Nachteile im Überblick
- ✓Kein Begrenzungsdraht, Einrichtung in etwa 30 Minuten
- ✓Hält die virtuellen Grenzen sehr genau ein
- ✓Ride-on-Grenze: Mähen bis zur Kante an ebenen Übergängen
- ✓Zuverlässige Hinderniserkennung mit 140°-Kamera
- ✓Leise mit 58 dB(A) und IP66
- ✓Gut lesbare, geführte App
- ✓30 % Steigung bei nur 10,9 kg
- ✓Günstig für RTK mit Kamera
- ✗Zusätzliche Antenne mit Kabel nötig
- ✗Nur für etwa 500 m², 60 Minuten Mähzeit pro Ladung
- ✗An erhöhten Rändern bleibt ein Streifen von etwa 10 cm
- ✗Weiche Gegenstände wie Plüschtiere werden überfahren
- ✗Diebstahlschutz nur mit kostenpflichtigem 4G-Modul
- ✗Schnitthöhe nur manuell
- –Größeres Schwestermodell i108E für bis 800 m²
- –Garage ist nicht enthalten
- –Passagen brauchen mindestens 100 cm Breite
- –Alexa- und Google-Home-Anbindung vorhanden
Für wen lohnt sich das Gerät?
Der i105E passt zu kleinen bis mittleren Gärten bis 500 m² mit freiem Himmel, leichten Hängen und ebenen Rasenrändern. Wer viele erhöhte Beete oder große Flächen hat, sollte auf das größere Schwestermodell, einen Trimmer-Roboter oder ein LiDAR-Gerät schauen.
Schnell eingerichteter, leiser Einsteiger mit Antenne, der an ebenen Rändern bis zur Kante mäht.
Fazit
Der Navimow i105E bietet für den Preis viel: einfache Einrichtung, genaue Grenzen, solide Hinderniserkennung und eine gute App. Die Antenne und das kleine Akku-Limit sind die Kompromisse. Wer einen übersichtlichen Garten hat, bekommt hier einen sehr guten Einstieg ohne Draht.


