Mähroboter arbeiten leise, und genau das macht sie für Igel gefährlich. Igel sind in der Dämmerung und nachts unterwegs. Wenn sie Gefahr spüren, rollen sie sich ein, statt zu fliehen. Ein Roboter kann sie dann nicht als Hindernis erkennen oder verletzt sie mit den Messern. Mit wenigen Regeln lässt sich das Risiko stark senken.
Die wichtigste Regel: Nicht in der Dämmerung und nachts mähen
Programmiere den Mähplan so, dass der Roboter nur tagsüber läuft, am besten zwischen spätem Vormittag und frühem Abend. Ausgeschlossen sein sollten die Stunden von etwa einer Stunde vor Sonnenuntergang bis nach Sonnenaufgang. Gute Geräte erlauben, Zeitfenster pro Wochentag festzulegen und die Nacht komplett zu sperren. Prüfe, ob dein Modell einen Dämmerungs- oder Nachtmodus hat, und schalte ihn an.
Kamera und Sensoren sind kein Freifahrtschein
Viele neue Modelle erkennen Tiere per Kamera oder LiDAR und fahren drumherum. Das hilft, ist aber nicht fehlerfrei. Ein eingerollter Igel im hohen Gras oder bei schlechtem Licht wird nicht immer erkannt. Der Zeitplan bleibt deshalb die wichtigste Schutzmaßnahme.
Sicherer Garten: Praktische Tipps
- Garten vorher absuchen: Kontrolliere hohe Wiesenstücke, Laubhaufen und Hecken, bevor du den Roboter erstmals einsetzt.
- Nicht unbeaufsichtigt mähen lassen: Nichts ist schöner, als seinen Robi bei der Arbeit zuzuschauen!
- Nester schützen: Ab Frühjahr bis Herbst können Igelnester im Garten sein. Sperre entsprechende Bereiche.
- Im Zweifel: Pausiere das Mähen eine Weile, den Rasen bringt es nicht um.
Welche Mähroboter-Einstellungen zählen?
- Zeitfenster festlegen und die Nacht sperren
- Tierschutz aktivieren
- Regensensor aktivieren, denn bei Nässe suchen Igel und Amphibien oft Nahrung
- Sperrzonen für Laubhaufen und Hecken anlegen
- Randbereiche mit hohem Gras lieber selbst mähen, damit der Roboter nicht in dichte Vegetation fährt
Nur tagsüber mähen, Rückzugsorte sperren und den Zeitplan nicht der Kamera überlassen.


