Früher war der Begrenzungsdraht Standard, heute navigieren Mähroboter per Satellit, Laser oder Kamera. Welche Technik passt zu welchem Garten?
Kabel: bewährt, aber aufwendig
Beim Drahtmodell wird ein Kabel um die Fläche verlegt. Das ist zuverlässig und unabhängig von Funk, kostet aber Zeit bei der Montage, und Änderungen am Garten bedeuten Nacharbeit am Draht.
- ✓Sehr zuverlässig, unabhängig von Empfang
- ✓Oft günstiger in der Anschaffung
- ✗Aufwendige Verlegung
- ✗Änderungen am Garten verlangen Nacharbeit
- ✗Kabelbruch kann den Betrieb stoppen
RTK-GPS: zentimetergenau bei freiem Himmel
RTK nutzt Satelliten plus eine Referenzstation oder Antenne und erreicht Zentimeter-Genauigkeit. Das ist ideal für große, offene Rasenflächen. Probleme gibt es unter großen Bäumen und zwischen hohen Gebäuden. Fehlt der Empfang, bleibt der Roboter aus Sicherheitsgründen stehen.
- ✓Sehr präzise auf freien Flächen
- ✓Gut für große Gärten
- ✗Abhängig von Himmelsblick und Satellitenempfang
- ✗Teils zusätzliche Antenne nötig
- ✗Bei schlechtem Wetter oder Abschattung weniger genau
LiDAR: unabhängig vom Himmel
LiDAR scannt die Umgebung per Laser und baut eine 3D-Karte. Es funktioniert unter Bäumen und in engen Passagen, braucht aber markante Bezugspunkte wie Hauswände. Auf großen leeren Flächen stößt es an Grenzen.
- ✓Funktioniert unabhängig von Satelliten
- ✓Meistert Engstellen und Schattenbereiche gut
- ✓Keine Antenne nötig
- ✗Braucht feste Orientierungspunkte
- ✗Auf sehr großen, offenen Flächen weniger geeignet
Kamera und KI: Hinderniserkennung und Navigation
Kameras erkennen Gartenmöbel, Menschen und Tiere und planen die Route um. Manche Modelle navigieren komplett per Kamera, etwa der Eufy E15. Bei Dunkelheit und extremem Wetter stoßen sie an Grenzen.
Kombination: Der aktuelle Trend
Viele neue Geräte verbinden RTK, LiDAR und Kamera, um die Schwächen der einzelnen Systeme auszugleichen. Bei gemischten Gärten ist das die sicherste Lösung.
Welche Technik passt zu mir?
- Große, freie Rasenfläche mit Himmelsblick: RTK
- Verwinkelter Garten, viele Bäume, enge Wege: LiDAR
- Kleiner, einfacher Garten, schneller Start: Kamera
- Gemischter Garten: Kombination aus mehreren Systemen
- Du willst absolute Verlässlichkeit ohne Funk: Kabel
Fazit
Kein System ist überall besser. RTK glänzt auf offenen Flächen, LiDAR in verwinkelten und verschatteten Gärten, Kameras punkten bei Einfachheit und Hinderniserkennung. Schau dir deinen Garten an: Wie viel Himmel, wie viele Bäume, wie eng sind die Wege? Daraus ergibt sich die passende Technik.


