Der Dreame C1 ist ein Fensterputzroboter, der mit vier drehbaren Eckenbürsten (CornerClean) schmutzige Ecken angeht. Es gibt ihn als C1 und als C1 Station im Koffer mit Akku. Hier steht, was die Herstellerangaben und die ersten Videos zeigen.
Das Wichtigste in Kürze
- Vier gefederte Eckenbürsten (CornerClean) sollen Rahmen und Ecken erreichen
- Quadratische Bauform, Z- oder N-Muster mit etwa einem Drittel Überlappung
- Station-Variante mit 7.800-mAh-Akku, bis 180 Minuten oder rund 90 m² pro Ladung
- Dual-Spray-System mit 80-ml-Tank, Tuch per Klett, Reinigungsflüssigkeit liegt bei
- Auto-Resume: setzt nach Unterbrechung dort fort, wo er stand
- Auf Spiegeln mit abgerundeten Ecken funktionierte er nicht
- UVP 399 € (C1) und 599 € (C1 Station), Launchpreise lagen bei 299 € und 499 €
Technische Daten
Lieferumfang und Aufbau
Die C1 Station kommt als Koffer mit Tragegriff, integriertem Akku, fest verbundenem 5,5-m-Kombikabel (Strom und Sicherung) und Saugnapf an der Unterseite. Dazu gehören ein zusätzliches Sicherungsseil, Ersatztücher, Ersatz-Eckenbürsten (Filzrädchen), ein Netzteil und 230 ml Reinigungsflüssigkeit. Das Kabel wird per Knopfdruck an der Station motorisiert eingezogen.
Einrichtung und App
Vor dem Start befeuchtest du das Reinigungstuch, wringst es aus und klebst es per Klett an die Unterseite. Die Reinigungsflüssigkeit füllst du über eine Klappe oben ein, der 80-ml-Tank wird von Hand gefüllt. Gestartet wird über die Tasten der Station oder die Dreame-App. Die App bietet fünf Modi: vollständige Reinigung (tief oder schnell), Kantenreinigung, Zonenreinigung, Spot-Reinigung und manuelle Steuerung.
Navigation und Hinderniserkennung
Der Roboter wählt je nach Fenstergröße und Form ein Z- oder N-Muster und überlappt die Bahnen um etwa ein Drittel. Fusionssensoren erkennen Türgriffe, Kanten und Rahmen und umfahren sie. Er läuft auch auf schräg gestellten oder angekippten Fenstern. Für Überkopf-Flächen wie Wintergärten gab es keinen Test.
Reinigungsleistung und Ecken
Durch die quadratische Bauform und die Eckenbürsten kommt er gezielt an Rahmen und in Ecken, an Kanten wird er langsamer. Das Dual-Spray-System sprüht einen feinen Nebel, abgestimmt auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Das Mikrofasertuch hinterlässt laut Video keine Tropfen oder Rückstände. Bei stark mit Baustellenstaub verschmutzten Außenscheiben zeigte sich ein deutlicher Unterschied zwischen sauberer und ungereinigter Seite.
Akku, Gewicht und Lautstärke
Der Akku in der Station fasst 7.800 mAh und reicht für bis zu 180 Minuten oder etwa 90 m². Du kannst gleichzeitig laden und putzen. Die Station wiegt etwa 6 kg. Zur Lautstärke gibt es keine Messwerte.
Wartung und Folgekosten
Das Tuch ist per Klett abnehmbar und in der Mitte ausgeschnitten, damit das Gebläse trocken bleibt. Folgekosten entstehen durch Tücher, Eckenbürsten und Reinigungsflüssigkeit.
Vorteile und Nachteile im Überblick
- ✓Eckenbürsten für Rahmen und Ecken
- ✓KI-Routenplanung mit Z-/N-Mustern
- ✓Auto-Resume nach Unterbrechung
- ✓Station mit Akku und motorisiertem Kabeleinzug
- ✓Läuft bis zu 180 Minuten
- ✓Auch auf angekippten Fenstern
- ✓Fünf Modi über die App
- ✗Auf Spiegeln mit runden Ecken nicht nutzbar
- ✗Tank von Hand zu befüllen
- ✗Station mit ca. 6 kg nicht leicht
- ✗Tuch muss vor dem Start befeuchtet werden
- ✗Keine Messwerte zu Lautstärke
- ✗Überkopf-Einsatz nicht getestet
- –Basisvariante C1 ohne Akku-Station
- –Preise schwanken stark (Launch und UVP)
- –Unabhängige Tests noch rar
- –Ähnliches Koffer-Konzept wie beim Winbot
Ein Sterne-Ranking gibt es hier nicht: Neben den Videos fehlen bisher unabhängige Testmessungen, eine belastbare Gesamtwertung wäre geraten.
Für wen lohnt sich das Gerät?
Der C1 ist interessant für Haushalte mit vielen Fenstern, in denen Ecken schnell schmutzig werden, und für alle, die das Koffer-Konzept mit Akku mögen. Wer ein günstiges Gerät will, schaut zum Hutt, wer mehr Praxiserfahrung möchte, zum etablierten Winbot.
Vielversprechende Eckenreinigung, aber noch wenig unabhängige Praxiserfahrung.
Fazit
Der Dreame C1 greift mit CornerClean die größte Schwäche vieler Fensterputzroboter an. Die Ausstattung ist solide, die Videos zeigen sauberes Arbeiten. Ob Ecken auf Dauer besser werden als bei der Konkurrenz, bleibt offen. Der Preis liegt zwischen Hutt und den größeren Winbot-Varianten.


