Saug-Wisch-Roboter gibt es von etwa 250 € bis über 1.500 €. Die Datenblätter überbieten sich mit Pascal-Zahlen und Station-Features. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es im Alltag ankommt und wofür sich Aufpreise lohnen.
1. Navigation und Hinderniserkennung
LiDAR-Modelle erstellen eine genaue Karte und finden schnell zur Station zurück. Zusätzliche Kameras oder 3D-Sensoren erkennen Kabel, Socken und Haustierhinterlassenschaften. Kein System ist perfekt, räume den Boden deshalb vor dem Start auf. Eine gute App mit Raumaufteilung, Sperrzonen und Zeitplänen gehört dazu.
2. Saugkraft: Wichtig, aber nicht alles
Die Pascal-Angaben lassen sich zwischen Herstellern nicht direkt vergleichen. Wichtiger sind die Bürste (Gummi gegen Haarwickel), die Teppicherkennung und wie der Roboter Kanten erreicht. 7.000 Pa genügen für Hartböden und kurzflorige Teppiche, höhere Werte helfen bei Tierhaaren und Teppichen.
3. Wischsystem
- Rotierende Mopps: Gute Alltagsreinigung, oft anhebbar auf Teppichen.
- Vibrationsplatte: Schrubbt stärker, gut bei angetrockneten Flecken.
- Ausfahrbarer Mopp oder Seitenmopp: Erreicht Kanten und Ecken besser.
- Mopp-Anhebung: Wichtig bei gemischten Böden. Je höher, desto besser bei Teppichen.
4. Station: Was lohnt sich?
Eine Station übernimmt Absaugung, Moppwäsche, Trocknung und Wasserwechsel. Sie ist der größte Komfortgewinn. Achte auf Heißluft- oder Heißwassertrocknung, damit sich keine Gerüche bilden, und auf die Größe von Frisch- und Abwassertank. Ein fester Wasseranschluss spart zusätzlich Wartung. Plane den Platz ein, große Stationen brauchen Stellfläche.
5. Schwellen und Möbel
Standardroboter kommen über etwa 2 cm hohe Kanten. Wer Altbauschwellen oder dicke Teppichkanten hat, braucht ein Hubfahrwerk. Beispiele: Roborock Saros 20 und Dreame X50 Ultra Complete. Misst auch die Höhe deiner Möbel: Roboter mit Laserturm brauchen etwa 9 bis 10 cm Platz.
6. Folgekosten
- Staubbeutel für die Station
- Ersatz-Mopps und Bürsten
- Filter
- Reinigungsmittel, falls vom Hersteller vorgesehen
Frag vor dem Kauf nach Preisen für Verbrauchsmaterial. Beutellose Systeme und kompatibles Zubehör senken die Kosten.
7. Lautstärke und Zeitplan
Beim Saugen stören viele Roboter nicht. Beim Absaugen in der Station wird es laut. Lege den Zeitplan so, dass du ihn nicht bei Anrufen oder nachts erlebst.
Checkliste vor dem Kauf
- Wie viele Teppiche und welche Flors?
- Gibt es hohe Schwellen oder Stufen?
- Wie niedrig sind Sofas und Betten?
- Haustiere und Haare?
- Wie viel Platz hat die Station?
- Wie hoch dürfen Folgekosten sein?
Welches Gerät passt zu wem?
- Hartböden, Budget: Mittelklasse mit Station, zum Beispiel Roborock Qrevo S
- Altbau mit Schwellen: Hubfahrwerk, zum Beispiel Roborock Saros 20 oder Dreame X50 Ultra Complete
- Haustiere und Haare: Gummibürste oder Anti-Tangle-System und gute Teppichleistung
Station, Navigation und Hindernisüberwindung zählen mehr als die höchste Pascal-Zahl.


